Familienrecht

Familienrecht im Kreis Steinfurt

Familienrecht ist mehr als nur Scheidung

Ist die Rede vom Familienrecht, denken viele an Scheidung. Dann wäre es konkreter, vielleicht vom Eherecht zu sprechen. Das Scheidungs- oder Eherecht ist aber nur ein Teil dessen, was das "Recht der Familie" eigentlich ausmacht. Bereits das Grundgesetz stellt Ehe und Familie unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung. Daraus ergibt sich eine Reihe von Grundsätzen.

Zu den Strukturprinzipien des Familien- und Eherechts gehören das Prinzip der Einehe, die Freiheit zur Eheschließung, das staatliche Gebot zur Zurückhaltung bei der Aufstellung von Ehehindernissen, die grundsätzliche, wenn auch nicht ausnahmslose Unauflöslichkeit der Ehe und vor allem das Prinzip der Gleichberechtigung beider Ehepartner, das sich auch nach der Trennung und Scheidung auf ihre Beziehungen im Hinblick auf Unterhalt, Altersversorgung und Vermögensaufteilung auswirkt.

Das Familien- und Eherecht setzt bereits frühzeitig an. So ist der Verlobte, zumindest nach dem Gesetz, dem Partner zum Schadensersatz verpflichtet, wenn er ohne wichtigen Grund vom Verlöbnis zurücktritt und sein Partner oder dessen Eltern in Erwartung der Ehe Aufwendungen gemacht haben oder Verbindlichkeiten eingegangen sind. Stehen die Partner vor der Hochzeit, raten nicht nur Juristen, einen Ehevertrag abzuschließen, der die Verhältnisse während und potentiell nach der Ehe regelt und die Konsequenzen und Risiken einer nie auszuschließenden Ehescheidung eingrenzt.

In vielen Fällen stehen im ehelichen Miteinander Unterhaltsfragen im Mittelpunkt. So geht es um den Familienunterhalt während der Ehe, den Trennungsunterhalt nach der Trennung und ab dem Zeitpunkt der Scheidung um den nachehelichen Unterhalt sowie den Kindesunterhalt. Gerade das Unterhaltsrecht hat in den letzten Jahren eine starke, oft konträre Entwicklung erlebt und birgt angesichts der großen Bedeutung für beide Ehegatten ein erhebliches Konfliktpotenzial. Derjenige, der Unterhalt beansprucht, ist oft in einer schwierigen Lage, wenn er außerstande ist, aufgrund besonderer Umstände den eigenen Lebensunterhalt zu gewährleisten, während der andere, der Unterhalt schuldet, seine Lebenssituation im Hinblick auf die Scheidung den Gegebenheiten anpassen muss. Die Diskussion dreht sich dann um Begriffe wie bereinigtes Nettoeinkommen, Düsseldorfer Tabelle, Härtefall, Kindeswohl, Sonderbedarf, Scheidungsfolgenvereinbarung oder Selbstbehalt.

Da gerade im Familienrecht emotionale Aspekte im Vordergrund stehen, ist eine einvernehmliche Regelung in einer Konfliktsituation oft schlicht unmöglich. Allein aus diesem Grund schreibt der Gesetzgeber vor, dass Familienrechtsangelegenheiten nur durch einen Rechtsanwalt bei den Familiengerichten vorgetragen werden können. Es ist Aufgabe des Anwalts, den Rechtsfall möglichst objektiv darzustellen und so eine richterliche Entscheidung vorzubereiten. Der Anwalt ist gerade in einer solchen schwierigen Lebenssituation ein Ansprechpartner, der Perspektiven aufzeigen kann und dazu beiträgt, die eigene Lebensführung auf die neuen Gegebenheiten einzurichten.

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